Berg- und Talfahrt bei den Aktienkursen

Die Aktienkurse sind die Herzfrequenz der Wirtschaft.
So nimmt es nicht wunder, wenn sie sich auf einer ständigen Berg- und Talfahrt befinden. Eine schier unübersichtliche Vielfalt von Einflussfaktoren sind die Pulsgeber für die Auf- und Abbewegung der Kurse. Jedes Ereignis in der Welt der Finanzen schlägt sich nieder. So stoßen wir auf die Tatsache, dass das gesamte Gefüge der Welt in den Händen des Geldes ist.

Ganz egal, ob es die angebliche Ölverknappung durch den Sturz eines Despoten ist, die Verknappung der Getreideerträge durch einen Hurrikan oder ein Erdbeben in Ecuador, der Atem der Weltgeschichte verlangsamt oder beschleunigt sich, die Kurse der Aktien steigen oder fallen. Umso beunruhigender scheint angesichts dieser Struktur die Überlegung, dass es gewieften Jongleuren an der Börse durchaus möglich ist, dieses Gefüge nachhaltig zu manipulieren –ein Spiel mit den Grundfesten der Welt.

Ohnehin scheinen die Zeiten nicht die Ruhigsten zu sein. Der Aufschrei unterdrückter Völker, der Ruf nach einer Demokratisierung wirbelt das bisher so relativ übersichtliche Machtgefüge durcheinander, der Nahe Osten verselbstständigt sich. Ängstlich ist jeder der Wirtschaftsgiganten, Staaten und Industrie, nun darauf bedacht, die Ressourcen zu sichern, gewinnträchtige Verbindungen nicht zu verlieren oder sie aber neu zu knüpfen. Das Parkett gleicht wohl einem aufgeregten Hühnerhof.

Abgesehen davon ist die Bewegung in der Entwicklung der Technologie des einundzwanzigsten Jahrhunderts eine Beträchtliche. Immer neue Entdeckungen und Verwirklichungen revolutionieren die Gesellschaft, immer neue Begehrlichkeiten werden erweckt, immer neue Absatzwege und Marktstrategien gefunden, immer subtiler die Werbung in den Medien. So ist es nicht verwunderlich, dass der Markt mit Schwingungen reagiert, die sich gerade in den Aktienkursen niederschlagen.




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